Einladung zum 2. Adventssonntag

vier Buchhandlungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten rund um den Savignyplatz laden Sie am 06.12.2020 von 13.00 bis 18.00 Uhr in ihre Läden zu den vielen unterschiedllichen Büchern ein. Wir haben uns alle ein kleines Programm im Rahmen der geltenden Abstandsregeln überlegt und freuen uns auf Ihren Besuch. Ihre Auswahl in den Läden sammeln wir gerne am Montag ein und liefern Sie innerhalb Berlins kostenlos.

Ab 13.00 Uhr ist im Bücherbogen der Fotograf Josef Wolfgang Meyer zu Gast und präsentiert seine Schaufensterausstellung zum Buch Standing by the Wall. Berlin 1990. Zu sehen sind sowohl im Buch und in einer kleinen Auswahl in unseren Schaufensern außergewöhnliche Aufnahmen der Berliner Mauer und ihrer Umgebung, aus dem Sommer 1990. Die Farbfotografien dieses aufregend gestalteten Fotobandes versetzen uns direkt in das historisches „Zwischenland“ jener Tage. Die Fotografien zeigen die Berliner Mauer 1990, die Durchbrüche, Durchgänge und Überreste. Die Aufnahmen sind als Triptychen fotografiert, das Sehfeld wird so zum Panorama erweitert. Die Gefahren, welche von diesem Ort einst ausgingen, sind teilweise noch spürbar, gleichzeitig bahnen sich Menschen und Fahrzeuge einen Weg durch improvisierte Übergänge und wieder verbundene Straßenzüge.

Gerne signiert Josef Wolfgang Meyer auch sein im Buchkunst Berlin erschienenes Buch.

Buchkunst Berlin, Berlin, 2020, 172 Seiten (inkl. 42 ausklappbare Seiten), 115 Fotografien, geb. 45,00 Euro

Ab 15.00 Uhr berichtet Tim Gronert über die Welt des Porzellans der KPM Berlin. In dem dreibändigen Werk widmet sich Autor Tim D. Gronert in Wort und Bild ausführlich der modernen Berliner Porzellanproduktion in den siebzig Jahren zwischen 1918 und 1988 als die KPM offiziell „Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin“ hieß. Die Bände behandeln „Geschichte, Künstler und Werke“ des ältesten noch produzierenden Unternehmens Berlins und schließen eine gewichtige Forschungslücke.

Deutscher Kunstverlag, Berlin, 2020, 3 Prachtbände Hardcover, 24 x 30 cm, je mit Fadenheftung im Schuber, insgesamt 1.404 Seiten, ca. 2.000 Abbildungen 168,00 Euro

In einem weiteren Schaufenster finden Sie eine große Auswahl von sowohl lieferbaren, als auch vergriffenen Ausgaben der Holzwarth Publications. Wir zeigen Ihnen die Bücher gerne.

Was erwartet Sie in den anderen Buchhandungen?

der autorenbuchhandlung:

Zur Einstimmung auf unser Jubiläum im kommen­den Jahr präsentieren wir aus unserem Archiv Fotos und Texte.

Wir freuen uns, mit Ihnen bei Prosecco und Musik auf fast 45 Jahre Autoren­buchhandlung zurückzu­blicken.

der Marga Schöller Bücherstube:

Direkt vor unserer Buch­handlung sorgen Decken, Glühwein und eine Feuer­schale für wohlige Wär­me. Dazu lesen wir Ihnen Weihnachtsgeschichten aus aller Welt für Kinder und Erwachsene vor. In unserem Laden warten viele Bücher auf Sie!

Schropp:

Bei Akkordeonspiel, Glüh­wein und einem gemüt­lichen Feuerchen auf unserem Vorplatz können Sie in Ruhe einen schö­nen Globus aus unserem Schaufenster aussuchen. Als Präsent gibt es einen Schropp-Berlin-Plan von 1833.


 

 

 

 

Wollen Sie einmal im Bücherbogen (fast) alleine sein? Dann können Sie sich Ihre exklusive Einkaufszeit bei uns buchen. Im November und Dezember haben Sie immer donnerstags von 19.30 bis 20.30 Uhr 
Zeit, durch unsere Regale zu streifen, Entdeckungen zu machen und Geschenke einzukaufen. Natürlich können Sie auch Ihren persönlichen Wunschzettel zusammenstellen; wir bestellen jedes lieferbare Buch.

Wir sind anwesend und beraten Sie gerne und kompetent. Auf Wunsch verpacken wir Ihre ausgewählten Bücher als Geschenk und liefern kostenlos bis an die Haustür.

Buchen Sie ihr Zeitfenster per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter Tel: 030 31869516. 
Aber lassen Sie sich nicht zu lange Zeit, denn die Abende sind auf 15 Personen begrenzt.

Möchten Sie mit Ihren Mitarbeitern kommen? Dann rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns. Wir finden bestimmt zusammen einen passenden Termin.


Ihr Bücherbogen Team

 

Folgende Termine sind möglich: Donnerstag, 19.11., 26.11., 03.12., 10.12., 17.12.2020
jeweils um: 19.30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

 

 

 

Vorstellung der dreiteiligen Buchreihe
NEUES BAUEN / NEUES WOHNEN / NEU GROSS GRÜN

 

Vor genau 100 Jahren entstand Berlin, wie wir es kennen: Im April 1920 beschloss die Preußische Landesversammlung die Gründung der neuen Stadtgemeinde Groß-Berlin. Dazu wurden acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke vereint.

Wie sich in Groß-Berlin Stadtplanung, Architektur mit dem Groß-Stadt-Menschen und seiner Lebenswelt verbindet, veranschaulicht die Begleitpublikation zur laufenden Ausstellung NEU GROSS GRÜN. In den ebenso reich bebilderten Publikationen zum NEUEN BAUEN (2018) und NEUEN WOHNEN (2019) wird insbesondere die weniger bekannte Architekturmoderne im Berliner Südwesten von einschlägigen Wissenschaftlern vorgestellt.
Das Redaktions- und Autorenteam BEST projekte für baukultur und stadt stellt die dreiteilige Buchreihe des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf gemeinsam mit dem Verleger des Gebr. Mann Verlags, Autoren*innen, Architekt*innen und Bewohner*innen dieser Bauten vor.

Begrüßung 


Wanda Spangenberg, Bücherbogen

Hans-Robert Cram, Gebr. Mann Verlag

Brigitte Hausmann, Leiterin Fachbereich Kultur, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Einführung

Nicola Bröcker, Celina Kress, Simone Oelker, team BEST
Redakteurinnen/Autorinnen der Buchreihe sowie Kuratorinnen der Ausstellung NEU GROSS GRÜN

Buchvorstellung NEUES BAUEN 

Gesprächspartner:
Matthias Oloew – Unternehmenssprecher Berliner Bäder-Betriebe
Frank Rattay – Stadtplaner und Architekturhistoriker

Buchvorstellung NEUES WOHNEN 

Gesprächspartner: 
Michael Bienert – Publizist und Stadtführer
Anja Streicher – Ärztin, Bewohnerin eines Hirsch-Kupferhauses

Buchvorstellung NEU GROSS GRÜN
Gesprächspartner: 
Claudia Marcy – Kunsthistorikerin, Promotion über Martin Punitzer
Ute Scheub – Vorsitzende der Nachbarschaftsinitiative Papageiensiedlung e.V.
Paul Kahlfeldt, Petra und Paul Kahlfeldt Architekten
 

am: Mittwoch, 11. März 2020
um: 19.30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

 

 

 

Ein Gespräch zwischen Japan, landschaftlicher Kontemplation und der Gegenwart

 

Zu diesem Gespräch laden wir Sie und Ihre Freunde herzlichen ein. Auf dem Podium sind: Inge Andritz, Technische Universität Wien • Albert Kirchengast, Kunsthistorisches Institut in Florenz, Max-Planck-Institut • Jörn Köppler, Köppler Schubert Türk Architekten, Potsdam

Die Architektur Mies van der Rohes richtet Fragen an uns. Jenseits seiner Rolle als Protagonist der sogenannten „Klassischen Moderne“, betreffen sie das Selbstverständnis der Profession und ihre gesellschaftliche Aufgabe gleichermaßen. Nach langer wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Einfluß „Japans“ auf Mies’ Schaffen durch eine imaginäre Reise in diese vertraut-fremde Kultur und mit der Bedeutung der Landschaft für seine „Landhäuser“, sind jüngst zwei Bücher erschienen. Sie werfen Schlaglichter auf das Schaffen des Architekten und geben den Anlass für ein kritisches Gespräch über eine Baukunst der „Lebensintensität“, die sich der Epoche wie der Geschichte, dem Gedanken-Austausch wie der Entwicklung einer eigenen Haltung gleichermaßen verpflichtet fühlte. Entstanden ist ein architektonisches Werk voll Schwere und Schönheit. Und so sollen die beiden Bücher Ausgangspunkt sein für eine Zeitdiagnose im Sinn der Frage, wo die „Moderne“ uns heute hingeführt hat.

DIE BÜCHER
Inge Andritz: „Mies van der Rohe und Japan“, Müry Salzmann Verlag, Salzburg-Wien 2018
Albert Kirchengast: „Das Unvollständige Haus: Mies van der Rohe und die Landschaft“, Birkhäuser Verlag, Basel 2019
 

am: Montag, 20.01.2020
um: 19.30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

 

 

 

Diktatorische Modernisierung des portugiesischen Imperiums 1926-1960

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Vorstellung des Buches Städtebau unter Salazar. Im Gespräch stellen die Herausgeber Harald Bodenschatz und Max Welch Guerra mit den Autoren Christian von Oppen, Uwe Altrock, Kathrin Meißner und dem Verleger Philipp Meuser das Buch vor. Begrüßung durch Hans-Dieter Nägelke Architekturmuseum TU Berlin.

Ein neues Buch über den Städtebau während der langen Diktatur in Portugal (1928-1968)? Ein exotisches Thema, ein fernes Land, ein vergessener Diktator? Weit gefehlt! Portugal liegt uns näher, als viele denken, die dortige Diktatur war keine einsame Insel am Rande Europas. Und Städtebau spielte eine zentrale Rolle auch für diese Diktatur. Das städtebauliche Erbe der Diktaturen Europas bewegt heute wieder Politik, Gesellschaft und Fachwelt.

Das Buch präsentiert erstmals einen Gesamtüberblick über den Städtebau jener Diktatur einschließlich des rechtlichen und institutionellen Rahmens. Es verdeutlicht den Städtebau in den beiden großen Städten Lissabon und Porto, aber auch in den kleinen Städten und auf dem Lande. Und es thematisiert den Städtebau der beiden großen Kolonien in der Zeit der Diktatur: Angola und Moçambique. Die Auseinandersetzung mit den Diktaturen Europas erfordert eine europäische Sichtweise, eine europäische Kooperation und eine europäische Interpretation.

Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin . Deutscher Werkbund Berlin . Hermann-Henselmann-Stiftung

 

am: Freitag, 17.01.2020
um: 19.30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

 

 

 

Signierstunde

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Signierstunde mit Dominique Nabokov anläßlich des Erscheinens der zweiten Auflage von Berling Living Rooms (apartamento).
Berlin Living Rooms ist der dritte Band aus der Triologie New York Living Rooms und Paris Living Rooms (beide Bände sind leider vergriffen).

 

„After New York Living Rooms and Paris Living Rooms, voilà: Berlin Living Rooms, the third and final photographic instalment in the trilogy. It is the culmination of a project that started in 1995 when Tina Brown, then the editor-in-chief of the New Yorker magazine, commissioned me an essay. The idea was to photograph writers’ rooms without the writers present. I decided it would be more revealing and, above all, more exciting to feature the living rooms of a varied mix of prominent New Yorkers. Little did I know that this essay, which awoke a keen interest when it appeared in an October 1995 issue of the New Yorker, would take me on a photographic journey that would produce three books and that ends today in 2017!

It took me quite a long time to succeed in producing Berlin Living Rooms. Paris and New York were easier because I lived between the two cities. Berlin necessitated a longer stay that would be costly and more difficult to organise for the third and final instalment in the trilogy. Yet it became reality when I received an invitation from the American Academy in Berlin to spend a few months in the German capital. I knew it was my last chance to make Berlin Living Rooms. I could not use the Polaroid Colorgraph type 691 film because it had been discontinued, so I decided to use a black and white 35mm film—Ilford FP4 Plus—to symbolically recreate the expressionist style of Berlin’s photography and movies from the ‘30s, a period that fascinates me, as I wrote in my introduction for the book.“

 

am: Sonntag, 08.12.2019
um: 16-18 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

 

 

 

Vittorio Magnago Lampugnani

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpräsentation von Bedeutsame Belanglosigkeiten von Vittorio Magnago Lampugnani (Architekturhistoriker). Moderation: Susanne Schüssler (Verlag Klaus Wagenbach).

 

Kiosk, Straßenlaterne, Abfalleimer, Gullydeckel – der Architekturhistoriker Lampugnani schenkt den scheinbar bedeutungslosen Objekten Aufmerksamkeit. Er erzählt ihre Geschichte(n) und erklärt, warum sie so wichtig für das Stadtbild sind.

Woran erkennt man auf dem Bild einer Straße, um welche Stadt es sich handelt, auch wenn kein bekanntes Wahrzeichen zu sehen ist?
An den kleinen, aber charakteristischen Objekten des Stadtraums: den Brunnen (Berliner Pumpen, Römische Nasone-Brunnen, Pariser Wallace-Brunnen), den Baumscheiben, Pollern, Stadtmöbeln, aber auch am Belag, Trottoir oder den Kanaldeckeln.

Lampugnani betrachtet die Geschichte dieser Objekte, hat 22 repräsentative herausgesucht und erzählt uns ihren Werdegang: beginnend mit ihrem ersten Auftreten (oft schon in der Antike), ihrer Vernachlässigung (meist im Mittelalter), ihrer neuen Blüte oder ihrem erstmaligen Erscheinen (in der Stadt der Neuzeit) bis hin zu ihrer Verlotterung und Verhässlichung in der Gegenwart. Oder geht ihrem kurzen Leben nach wie dem der Telefonzelle, die, kaum erfunden, schon wieder durch technische Neuerungen zurückgedrängt wurde.

Was entsteht, sind nicht nur kenntnisreiche Einblicke in bisher unterschätzte Elemente der Stadt und amüsante Anekdoten aus der Geschichte des Städtebaus und einzelner Städte. En passant erzählt Lampugnani auch, was eine Stadt schön, individuell und unverwechselbar macht. Und was wir heute manchmal leichtfertig aufs Spiel setzen.

 

am: Dienstag, 03.12.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz
Eintritt: 5,- EUR

 

 

 

 

Kolumbien im Wandel

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpräsentation von Der Frieden trägt den Namen einer Frau – Kolumbien im Wandel mit der Fotografin Ann-Christine Woehrl, der Journalistin Cornelia von Schelling und der kolumbianischen Ex-Rebellin Milena Reyes. Moderation Anthony Guerra-Solis (Humboldt Universität)

 

In der gleichnamigen Ausstellung in München (22.11.2019 bis 29.03.2020 im Museum fünf Kontinente) und dem Buch „Der Frieden trägt den Namen einer Frau“, (benannt nach dem Lied der kolumbianischen Sängerin La Grande Negra de Colombia „la Paz tiene nombre de muber“), dokumentieren die Fotografin Ann-Christine Woehrl und die Journalistin Cornelia von Schelling die Lebensgeschichten von sechs Ex-Rebellinnen der sozialrevolutionären Guerillabewegung FARC-Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia und ihren Reintegrationsprozess zurück in die Gesellschaft.

Ein halbes Jahrhundert kämpfte die FARC, die größte Guerilla-Organisation Lateinamerikas, gegen das kolumbianische Militär und rechte paramilitärische Gruppen. Dieser Krieg kostete rund 300 000 Menschen, größtenteils Zivilisten, das Leben.

Nach 53 Jahren blutiger Gefechte wurde 2016 ein historisches Friedensabkommen unterzeichnet. Dafür erhielt der Präsident Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis. Die Ex-Rebellen gaben ihre Waffen an die UN ab und wurden im ganzen Land auf 26 Übergangszonen verteilt, um Schritt für Schritt in die Zivilgesellschaft integriert zu werden.

Zwei Jahre lang haben die Fotografin und die Journalistin die sechs ehemaligen FARC-Rebellinnen begleitet. Das Projekt begann in Icononzo, einer der Übergangszonen. In intensiven Gesprächen vertrauten die ehemaligen Kombattantinnen den Journalistinnen ihre dramatischen Lebensgeschichten an. Ann-Christine Woehrl, renommiert für ihre engagierte Fotografie, spiegelt in ihren Bildern die vielfältigen Lebenssituationen der Ex-Kombattantinnen.
In diesem Projekt geht es um die ungeheuren Herausforderungen, die sich die Ex-Rebellinnen seit ihrer Rückkehr in die extrem gespaltene kolumbianische Gesellschaft stellen müssen – und wollen.

am: Montag, 25.11.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

 

 

Buchpräsentation

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpräsentation Typisch Posener. Im Gespräch stellen die Autorin Katrin Voermanek und der Publizist Alan Posener das Buch vor. Die Moderation übernimmt Olaf Bartels.

 

Julius Poseners wohl schönste Hinterlassenschaft ist seine Sprache. Schreibend hat er Häuser gerettet und so das Gesicht Berlins verändert – ohne selbst zu bauen. Katrin Voermanek begibt sich auf die Spuren des 1996 verstorbenen Architekturhistorikers, Kritikers und Aktivisten. Anhand von neun Häusergeschichten zeichnet sie nach, wie Posener in seinem Kampf für das bauliche Erbe vorging und wie er seine Kritik an Neubauten vorbrachte: mal impulsiv, mal strategisch, immer auf Basis umfassender Bildung, mit viel Humor und einer sanften Sprachgewalt, die bis heute ihresgleichen sucht. Die kurzen Erzählungen, die unter anderem von der Schaubühne, dem Künstlerhaus Bethanien, dem Kino Babylon sowie zwei Villen von Hermann Muthesius handeln, lassen das Berliner Baugeschehen der 1960er bis 1990er Jahre lebendig werden und belegen sowohl die Notwendigkeit als auch die Wirksamkeit einer engagierten Architekturkritik.

am: Mittoch, 20.11.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

 

 

Ich wollte immer Gegenwart

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchvorstellung Rudolf Zwirner: Ich wollte immer Gegenwart. Im Gespräch sind Rudolf Zwirner (Galerist und Kunsthändler) und Nicola Kuhn (Journalistin).

 

Rudolf Zwirner (geb. 1933) schrieb Kunsthandelsgeschichte: In seiner Kölner Galerie zeigte der leidenschaftliche Kunsthändler seit Beginn der 1960er-Jahre in rund 300 Ausstellungen Werke von Ikonen wie Andy Warhol, Gerhard Richter, Georg Baselitz und Sigmar Polke.

Mit seinem wichtigsten Sammler Peter Ludwig füllte er ein ganzes Museum. Kölns Status als Kunstmetropole ist nicht zuletzt Rudolf Zwirner als Mitbegründer der ersten Messe für zeitgenössische Kunst 1967 zu verdanken, die auf der ganzen Welt Maßstäbe setzte. In seiner Autobiographie berichtet Zwirner als einer der bedeutendsten deutschen Galeristen pointiert von den entscheidenden Menschen, Begegnungen und Momenten des Kunstbetriebs.

"Rudolf Zwirner wurde 1933 geboren, in dem Jahr also, in dem Hitler an die Macht kam und aus Deutschland für zwölf Jahre Nazi-Deutschland wurde. Zwirner war somit zu jung, als Soldat am 2. Weltkrieg teilzunehmen oder den Versuchungen und Ambivalenzen einer NS-Jugend zu erliegen, aber alt genug, um von einer Kindheit und Jugend in Nazi-Deutschland und dem Kriegsgeschehen geprägt zu sein. "Bis heute bin ich gegenüber Ideologien misstrauisch und begegne jeder Führung mit Argwohn", resümiert Zwirner rückblickend diesen Einfluss. Mehr noch: "Das hat mich auch in meinem Berufsleben geprägt. Ich habe mich nie als Galerist verstanden, der seine Künstler ohne Einschränkungen in allen Phasen vertritt, in den Höhen und Tiefen, sondern als ein Kunsthändler, der singuläre Werke vermittelt, die es wert sind. Die Wege der Beteiligten konnten sich auch wieder trennen, denn ich wollte mich nie komplett in den Dienst eines Künstlers stellen." Gerhard Richter, den Zwirner zeitweilig vertrat, scheint dies nicht goutiert zu haben.

Zur Kunst kam Zwirner dabei fast zufällig, durch den Besuch der documenta 1 (1955), "ein Erlebnis, das mein Leben von Grund auf veränderte". Die Kunstausstellung in Kassel war die erste große Ausstellung moderner Kunst nach 1945 und für die meisten der 130.000 Besucher die erste Begegnung mit moderner, insbesondere abstrakter Kunst und der in Nazi-Deutschland verfemten "Entarteten Kunst". Für Zwirner war es so etwas wie ein Erweckungserlebnis: "Ausschlaggebend für meinen weiteren Lebensweg war die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst. Sie packte mich hier im Innersten, anders als die Alten Meister. Plötzlich wusste ich, womit ich mich fortan beschäftigen wollte, wenn auch nicht, in welcher Form. Dafür eines genau: Ich wollte Gegenwart." Zwirner schmiss sein Jura-Studium und wurde Kunsthändler! Es ist die Nachkriegszeit, in der die Zukunft offen und die Karrieren schnell sind. Schon bei der nächsten documenta (1959) ist Zwirner ihr Generalsekretär." • Report-K, Christoph Mohr

am: Donnerstag, 21.11.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

Um Anmeldung bis zum 19.11.2019 wird gebeten.

 

 

 

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpremiere Olympic Games – The Design. Im Gespräch stellen der Autor Markus Osterwalder (Grafikdesigner und Olympia Historiker), der Verleger Markus Sebastian Braun und der Designer Ben Hulse (Olympische Spiele Vancouver 2012) das Buch vor.

 

Olympic Games – The Design gibt erstmals einen chronologischen Gesamtüberblick über alle Erscheinungsbilder des internationalen Megaevents, von Athen 1896 bis Tokyo 2020. Für jedes der Spiele hat Markus Osterwalder Logos, Piktogramme, Poster, Medaillen, Maskottchen und vieles mehr systematisch geordnet und in faktische Informationen sowie Designerportraits eingebettet.

Sein Werk veranschaulicht, dass keine Sportwettkampfveranstaltung so hohe Anforderungen an Organisatoren und Designer stellt wie die Olympischen Spiele. Denn es gilt, einen unverwechselbaren Look zu kreieren, der nationale und internationale mit den jeweiligen Interessen des Organisationskomitees der Gastgeber-Stadt verbindet, und darüber hinaus, alle Designbereiche aufeinander abzustimmen. Schließlich strebt jeder Austragungsort nach einem Antlitz, das den Olympischen Geist verkörpert, einen einzigartigen Wiedererkennungswert hat und sich im Gedächtnis festsetzt.

Wie schafft man den Look, in dem sich eine globale Community wieder erkennt, der Designtrends setzt und mit dem zeitlosen Olympischen Ringen harmoniert? Manche Erscheinungsbilder der Olympischen Spiele gingen als Meilensteine in die Design-Geschichte ein und dienen heutigen Spielen als Vorbild, ob Ergebnis systematisch rationaler oder improvisierte Designarbeit: Tokyo 64, Mexiko 68, München 72, LA 84, Lillehammer 94, Athen 2004 oder London 2012. Olympic Games – The Design zeigt jedoch auch die weniger bekannten Corporate Identities der Spiele.

am: Mittwoch, 31. Oktober 2019
um: 17:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz