15.03.2019 | 19:30 Uhr THE WALL » Annet van der Voort

Höhl, Wolfgang; Export, Valie (2000) MedienStädte Stadtplanung und Kommunikationstheorie

Der Urban Sprawl überrollt die Entwicklung der modernen Städte. Im engen Zusammenhang mit der Entwicklung der Neuen Medien explodieren unsere Stadtumgebungen. Kann das Modell der Zentralen Orte, maßgeblich von Architekten wie Walter Christaller entwickelt, angesichts dieser Tendenz zur Nichtplanbarkeit noch funktionieren? Zukunftsorientiert spricht der Autor aktuelle Fragen und Probleme der modernen Stadtplanung an. In der systemtheoretischen Auseinandersetzung mit den bekannten Planungsmodellen gelingt es ihm, ein verbessertes Modell zu entwickeln. Um dem Wandel in der Standortverteilung zu erklären, geht er von der These aus, dass örtliche Zentralität als momentaner Informationsüberschusss erklärt werden kann. Sein innovatives Modell der ?Boundary Cities? erklärt die Dezentralisierung unserer Städte mit einer begrenzten Anzahl von abstrakten City-Sets. Innerhalb dieser veränderbaren und einwohnerbezogenen Möglichkeitsfelder entwickelt sich eine enorme Vielfalt zwischen den beiden polaren Modellen Information Peak und Information Outback.

Riess, Felicia (2000) Ambivalenzen einer Eigenart Josef Hoffmanns Ausstellungsbauten als Entwurf einer modernen Formensprache für Österreich

Josef Hoffmann (1870?1956) zählt zu den vielseitigsten Persönlichkeiten der Wiener Kunst- und Architekturszene des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Name verbindet sich mit der Idee des Gesamtkunstwerks und eines synkretistischen Programms, das unterschiedliche künstlerische Traditionen verschmelzen und dabei individuelle ?Eigenarten? hervorheben wollte. In großbürgerlichen Kreisen und künstlerisch-repräsentativen Bereichen garantierte ihm diese vermittelnde Position jahrzehntelang Erfolg, während sie in der Diskussion um eine zeitgemäße Kunstauffassung im frühen 20. Jahrhundert allmählich an Bedeutung verlor. Zentraler Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist die Werkgruppe der realisierten Ausstellungsbauten Hoffmanns von 1908 bis1934. Sie eröffnet neue Perspektiven für seine Einschätzung: Dabei werden die Zusammenhänge zwischen einer nach Ausdifferenzierung strebenden Zeit, welche die Ambivalenz Hoffmanns zunehmend ablehnen mußte und auf das ?Experimentierfeld der Ausstellungspavillons? (Peter Gorsen) abschob, und der Bedeutung, die er gerade dadurch international erlangen konnte, ergründet. Am Ende steht die Frage nach dem Modellcharakter von Hoffmanns Ausstellungsbauten in einem von Umbrüchen geprägten Zeitraum. Sie wird in einem Vergleich mit nahestehenden Ausstellungsarchitekten, der sich insbesondere Marcello Piacentini widmet, erörtert. Die künstlerischen Eingriffe von Gerwald Rockenschaub (1993) und Coop Himmelb(l)au (1995) am österreichischen Biennale-Pavillon in Venedig (1934) dokumentieren die Aktualität Hoffmanns und zeigen, daß sein letzter realisierter Ausstellungsbau die Kraft besitzt, als Protagonist in der Debatte um das kulturelle Selbstverständnis Österreichs zu bestehen. Diss. Weimar.

Mitscherlich, Alexander (1999) Die Unwirtlichkeit unserer Städte Anstiftung zum Unfrieden

»Gegenstand von Alexander Mitscherlichs brillant formulierten, aus profunder Kenntnis vorgetragenen Polemik sind die menschenfeindliche, weil aufs Merkantile gerichtete moderne Städteplanung, der Egoismus der Grundstückbesitzer und Bauherren und ? nicht zuletzt ? die Furcht unserer Politiker, durch unpopuläre, aber fürs allgemeine Wohl dringend erforderliche Maßnahmen ins Fettnäpfchen zu treten. Eindringlich entwickelt Mitscherlich, welche psychischen Schädigungen und sozialen Defekte eintreten müssen, wenn Städte und Wohnungen ohne Kenntnis der gesellschaftlichen Erfordernisse geplant und gebaut werden.« »Wolfgang Werth, Hessischer Rundfunk«

Zevi, Bruno (1999) Erich Mendelsohn ? the Complete Works

Mit dem 1921 gebauten Einsteinturm in Potsdam erlangte der junge Erich Mendelsohn frühe Berühmtheit. Die beiden Kaufhäuser für Schocken in Stuttgart und Chemnitz sowie der Kinokomplex am Kurfürstendamm in Berlin zeigten ihn bereits auf der Höhe seiner Meisterschaft: dynamisch-fließende Linienführung mit konstruktiver Klarheit gepaart in Gebäuden von expressiver Plastizität. Ab 1933 führte ihn die Emigration zunächst nach Großbritannien und Palästina, von 1941 bis zu seinem Tode wirkte er in den USA. Das von Bruno Zevi, dem Grand old man der italienischen Architekturgeschichtsschreibung, engagiert und einfühlsam herausgegebene Gesamtwerk ist ein fundamentales Kompendium, unerläßlich für jeden, der sich ernsthaft mit Mendelsohn und seinem Werk beschäftigen will. Eine Sammlung von über 1000 Skizzen, Entwürfen, Plänen, Modellfotos und zeitgenössischen Gebäudeaufnahmen, die Erich Mendelsohns Innovationskraft erschöpfend dokumentiert.

Sulzer, Peter; Sulzer-Kleinemeier, Erika (1999) Jean Prouvé ? ?uvre complète / Complete Works Volume 2: 1934?1944

jean Prouvé (1901-1984) was one of the most renowned design engineers of the 20th century. This volume, the second in Birkhäuser s 4-volume edition of Prouvé s Complete Works, covers the period between 1934 and 1944, including such significant works as the "semi-metal" Chair no. 4 and its variations, which went into serial production from 1935 onwards, office furniture for the Parisian Electricity Supply Works and seating for the lecture hall of the École des sciences politiques in Paris. In 1934 Prouvé s workshop commenced production of entirely pre-fabricated sheet metal buildings such as the Flying Club at Buc. One of the triumphs of this period is the Maison du Peuple communal hall in Clichy, an outstanding monument of functionalism and a "hymn to metal and folded sheet". This volume also includes texts of previously unpublished conversations with Prouvé about the Flying Club and Maison du Peuple.

Bachmann, Wolfgang; Liebermann, Erik (1999) Architektur

Ein Fröhliches Wörterbuch für Architekten, Statiker, Stadtplaner und interessierte Laien, welche die hinter dem umbauten Raum wirkenden Phänomene verstehen wollen.

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