22.05.2019 | 19:30 Uhr Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus » Das Leben der Ise Frank

Löw, Martina (2000) Raumsoziologie

Martina Löw entwirft auf der Basis empirischer Untersuchungen und interdisziplinärer raumtheoretischer Reflexionen eine neue Soziologie des Raums. Ihr Konzept der »Dualität des Raums« zeigt, wie Einschließungen und Ausgrenzungen über Raum organisiert werden.

Conrads, Ulrich (2000) Programme und Manifeste zur Architektur des 20. Jahrhunderts

Der erste Band der Bauwelt Fundamente versammelt 34 Texte von Architekten und Architekturtheoretikern, die das Bauen in den ersten sechs Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nachhaltig gestaltet und geprägt haben. 1963 von Ulrich Conrads, dem damaligen Chefredakteur der Bauwelt, zusammengestellt und kommentiert, bietet diese Sammlung von Programmen, Grundsätzen und Manifesten zur Architektur der Moderne auch heute noch eine Grundlage für das Verständnis und die Auseinandersetzung mit der Praxis und der Theorie des Bauens im vergangenen Jahrhundert. Mit Texten von van de Velde, Loos, Wright, van der Rohe, Le Corbusier, Gropius, Buckminster Fuller, Hollein, Friedman, u.a. sind die Protagonisten des architektonischen Schaffens im 20. Jahrhundert vertreten.50 Jahre nach Erscheinen ist mit dieser Sammlung von Quellentexten auch ein historisches Dokument der (Selbst-)Reflexion der Architektur wieder lieferbar.

, (2000) 1922 ? Ausblick auf eine Architektur

Le Corbusier fasst in seinem ersten Buch jene erregenden Aufsätze über Architektur zusammen, die er 1920/22 für die Zeitschrift ?Esprit Nouveau? schrieb. Vers une Architecture wurde eines der einflussreichsten und zugleich am wenigsten verstandenen Architekturbücher des 20. Jahrhunderts. Es gilt als einer der grossen Vor-Entwürfe für neues Bauen.

, (2000) 1929 ? Feststellungen zu Architektur und Städtebau Mit einem amerikanischen Prolog und einem brasilianischen Zusatz, gefolgt von "Pariser Klima" und "Moskauer Atmosphäre"

"Während einer Reihe von Jahren habe ich in der ganzen Welt Vorträge gehalten. Ich habe erfahren, wie unterschiedlich das Klima ist, wie verschieden die Rassen, wie verschieden die Kulturen - und wie verrückt verschieden voneinander die Menschen überall sind. Bedenken Sie für einen Augenblick folgendes: Die Männer wie auch die Frauen haben einen Kopf, zwei Augen, eine Nase, einen Mund, zwei Ohren usw. Zu Milliarden sind sie über die Erde verstreut -, und wenn zwei Männer oder zwei Frauen einander ganz und gar gleichen, so ist das so erstaunlich, daß man sie im Zirkus zur Schau stellt! ... Die südamerikanischen Vorträge, die 1929 vor einem immer wieder neuen Zuhörerkreis improvisiert wurden, werden heute - dreißig Jahre nach ihrer Erstauflage - neu gedruckt. Sie beschäftigen sich mit dem Menschen und seiner Umwelt. Sie gehen gleichermaßen auf die Arbeiten des Ingenieurs wie auf die des Architekten ein. Sie haben - in aller Bescheidenheit - Türen und Fenster geöffnet." Aus dem Vorwort zur Neuauflage 1960

Venturi, Robert (2000) Komplexität und Widerspruch

Robert Venturi gehört zu denjenigen Architekten, welche die Debatte über die Ästhetik der Architektur durch Schriften und eigene Projekte wieder in Gang gebracht haben. Sein Buch ist ein Plädoyer zur Wiederaneignung des mannigfaltigen Reichtums der Baukunst, ein Damm gegen die Sintflut von Funktionalität und Purismus. In einer Anmerkung zur zweiten Auflage dieses Buches vermerkt Venturi: "Ich schrieb dieses Buch in den frühen 60er Jahren als praktisch tätiger Architekt und versuchte, zu einigen Aspekten der Theorien über Architektur und der Dogmen in der Architektur meinen eigenen Standpunkt zu bestimmen. Heute gelten andere Notwendigkeiten. Ich bin deshalb der Meinung, dass dieses Buch heute wegen seiner allgemeineren Thesen über das Problem der Form in der Architektur aber auch als zeitgeschichtliches Dokument - vorwiegend mit einer historischen, nicht aber einer präskriptiven Absicht verfasst - gelesen werden kann."

Smithson, Alison; Smithson, Peter; Koch, Hermann; Unglaub, Karl (2000) Italienische Gedanken Beobachtungen und Reflexionen zur Architektur

2016 Neue Herausgeberschaft Elisabeth Blum, Jesko Fezer, Günther Fischer, Angelika Schnell Die nicht zu Unrecht legendär genannte Schriftenreihe zu Geschichte und Theorie von Architektur und Städtebau wurde 1963 von Ulrich Conrads gegründet und seit den frühen 1980er Jahren zusammen mit Peter Neitzke herausgegeben. Sie ist mit inzwischen über 150 Bänden die umfangreichste deutschsprachige Buchreihe zu diesen Themen. Mit dem Tod der beiden langjährigen Herausgeber Ulrich Conrads (2013) und Peter Neitzke (2015) hat ein neues HerausgeberInnengremium seine Arbeit aufgenommen: Elisabeth Blum, Jesko Fezer, Günther Fischer, Angelika Schnell. Als künftige HerausgeberInnen versuchen wir auf Kurs zu bleiben. Die ursprüngliche Zielsetzung der Reihe, eine Bestandsaufnahme der baulichen und städtebaulichen Ideen und Realisierungen des 20. Jahrhunderts zu leisten, wurde bereits in herausragender Weise erfüllt. Die Bauwelt Fundamente repräsentieren geradezu die Ideengeschichte des Planens und Bauens jener Zeit bis in die Gegenwart hinein. Diese gilt es in die Zukunft hinein fortzuschreiben. In gleicher Weise besteht der zweite, direkt im Namen verankerte Anspruch der Reihe unvermindert fort: nicht Tagesmeinungen, sondern Fundamente ? Verbindliches und Grundlegendes ? aber auch Thesen- und Streitschriften zu den brennenden architektonischen und städtebaulichen Themen der Zeit zu veröffentlichen. Komplexe Zusammenhänge zu durchdringen und probeweise einzuordnen bildet die Voraussetzung fruchtbarer Diskurse und zukunftsfähiger Auseinandersetzungen. Die Bauwelt Fundamente-Reihe legt als Forum solcher Diskurse und Beiträge ihren Fokus unvermindert auf die Bereiche Architektur und Urbanismus, ergänzt durch die immer notwendige historische Aufarbeitung wichtiger Fragen und Texte und den Blick darüber hinaus in andere kulturelle und gesellschaftliche Gefilde. Eine stärker internationale Ausrichtung und der Wunsch nach mehr Autorinnen sind hierbei selbstverständlich. Die grafische Gestaltung der Reihe von Helmut Lortz wird in Bezug auf seine ursprünglichen Anliegen beibehalten: Wie sich das für eine Arbeitsbücherei gehört, bleiben die Bauwelt Fundamente einfach ausgestattet: Schwarz/weiß das Signet sowie die Bildmotive von Vorder- und Rückseite und der 11-Zeiler mit konzentrierter Information zum Inhalt. Damit wenden sich die Bauwelt Fundamente auch weiterhin an alle, die Anteil nehmen an der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung, in deren Kontext Städte, Häuser und Dinge entstehen und die wiederum Kontexte schaffen für die Welt. ?Architekten hätten sich, heißt es ? oder hofft man ? immer schon, über die Grenzen ihres Berufs hinaus, für die Welt interessiert." (1) (1) Peter Neitzke, Manuskript seiner Rede ?Nicht mit dem Rücken zur Gesellschaft" anlässlich der 50-Jahrfeier der Bauwelt Fundamente in Berlin, 2013

Sieverts, Thomas (2000) Zwischenstadt Zwischen Ort und Welt, Raum und Zeit, Stadt und Land

Denken und Handeln von Stadt- und Raumplanern konzentrieren sich oft immer noch auf Probleme unserer Alt- und Kernstädte. Ausgangspunkt von Sieverts Überlegungen ist nun die Feststellung, dass sich die kompakte historische europäische Stadt auflöst und einer ganz anderen, weltweit sich ausbreitenden Stadtform Platz macht: Der verstädterten Landschaft oder der verlandschafteten Stadt, die Sieverts mit dem Begriff "Zwischenstadt" kennzeichnet. Die Idee der "Europäischen Stadt" aber gilt es umso eher zu bewahren, je mutiger sie als besonderer Teil eines steter Wandlung unterworfenen Stadtwesens gesehen wird, das kein "Bild" mehr abgibt.

Durth, Werner (2000) Deutsche Architekten Biographische Verflechtungen 1900-1970

Der Darmstädter Professor Dr.-Ing. Werner Durth hat mit ?Deutsche Architekten? ein unverzichtbares Standardwerk geschaffen, das anhand exemplarischer Lebensläufe prominenter Architekten Entwicklungen der Architektur und Stadtplanung präzise und anschaulich im Kontext des gesellschaftlichen Wandels schildert. In einer spannenden Erzählung zeigt der Autor, an exemplarischen Lebensläufen, wie sich politische und soziale Umbrüche auch auf die maßgeblichen Leitbilder zur Gestaltung der städtischen Umwelt und in deren gebauter Form auswirken konnten. Dieses reich illustrierte Buch bietet eine packende Lktüre nicht nur für Architekten und Stadtplaner, sondern für alle, die ein vertieftes Verhältnis für die Geschichte und Gestalt ihrer gebauten Umwelt gewinnen möchten.

Huse, Norbert (2000) Mendelsohn. Der Einsteinturm Die Geschichte einer Instandsetzung

Der 1921/22 nach den Pländen von Erich Mendelsohn errichtete Einsteinturm ist künstlerisch eine der bleibenden Leistungen des 20. Jahrhunderts. Bauphysikalisch aber war er von Anfang an ein Sorgenkind. Neue existenzbedrohende Entwicklungen machten 1997 bis 1999 eine grundlegende Instandsetzung erfoderlich. Sie verlangte Untersuchungen, wie sie in vergleichbarer Intensität für kein anderes Baudenkmal der Moderne existieren. Anamnese und Therapie der Bauschäden sind zentrale Themen dieses Buches. Aber auch die Planungs- und Baugeschichte des Turms, seine Bedeutung für die Astrophysik sowie die denkmalpflegerischen und ökonomischen Aspekte der Instandsetzung werden diskutiert. Die Beiträge präsentieren nicht nur Ergebnisse, sondern geben auch Einblick in die Fülle der Erkenntnisse und Abwägungen, denen der Turm sein heutiges Aussehen verdankt.

Janatková, Alena (2000) Barockrezeption zwischen Historismus und Moderne Die Architekturdiskussion in Prag 1890-1914

Am Beispiel der barocken Stadt Prag zeigt die Autorin exemplarisch die wechselnde Beeinflussung von Kunstgeschichte, Architekturtheorie, Denkmalschutz, architektonischer Praxis und sich entwickelndem traditionalistischem Architekturverständnis um 1900. Anhand der tschechischen Texte, die hier zum Teil erstmals in deutscher Übersetzung publiziert werden, können die Geschichte der Wiederentdeckung der historischen Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die Aufwertung, Interpretation und die architekturtheoretische Auseinandersetzung mit dem Prager Barock verfolgt werden. Dadurch wird auch die entscheidende Rolle deutlich, welche die Rezeption der Barockbauten Prags für die Herausbildung der tschechischen Moderne spielte.

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